Engagement in Vereinen #1

Menschen bei der ebv

14. Dezember 2023 –

Wie eine Genossenschaft im Kleinen lebt auch unsere Gesellschaft insgesamt davon, dass sich Einzelne für ein größeres Gut, für das Gemeinwohl engagieren. Darüber hinaus sind gemeinsame Zeit und ein positives Miteinander gut für Körper und Seele. Da ist es nicht verwunderlich, dass viele ebv-Mitglieder und -Mitarbeitende in Vereinen aktiv sind – und darunter sind nicht nur „Klassiker“ wie Fußball- und Handballvereine. Generell stehen sich Genossenschafts- und Vereinsleben nahe: Das Miteinander zählt. Einige Beispiele für engagiertes, interessantes und unbekanntes Vereinsleben stellen wir Ihnen hier vor. Wenn Sie mit Ihrem Vereins- oder Genossenschaftsengagement aufmerksam machen möchten, melden Sie sich doch einfach direkt per E-Mail bei Bernd Kleinschmidt: kleinschmidt(at)ebv-wuppertal(dot)de. Wir freuen uns darauf!

„EIN VEREINSLEBEN WAR IMMER MEINS."
– Hans-Günther Osterhues

Wie schafft man es, in einem Unternehmen ein Gemeinschaftsgefühl zu erzeugen, wenn die Angestellten sich kaum sehen? Diese Frage stellt sich nicht erst, seit immer mehr Menschen im Homeoffice und nicht mehr im gemeinsamen Büro arbeiten. Seit jeher haben sich Zugbegleiter*innen immer nur am Anfang und am Ende eines Dienstes gesehen. Damit sie sich untereinander besser kennenlernen und ein Miteinander entwickeln können, wurden bereits ab Ende des 19. Jahrhunderts in ganz Deutschland Fahrbeamtenvereine gegründet – so auch 1892 in Oberbarmen. Noch 1959 gab es in der Bundesbahndirektion Wuppertal 1.943 Zugbegleiter. Hans-Günther Osterhues ist seit 1961 Mitglied. „Ein Vereinsleben war immer meins“, sagt er. Als Jugendlicher hat er Handball im Verein gespielt, mit dem Schichtdienst bei der Bahn war das dann aber leider nicht mehr vereinbar. Der Verein feierte unlängst sein 135-jähriges Jubiläum.

Hans-Günther Osterhues kommt aus einer Eisenbahnerfamilie, sein Vater war Lokführer, er selbst zunächst Schaffner, später Zugführer – eine Berufswahl, die er nie bereut hat. Eine offizielle Funktion hat Hans-Günther Osterhues beim Fahrbeamtenverein nie innegehabt. Aber er hat viele Veranstaltungen mit unterstützt und vorbereitet – „es waren schöne Feiern auch mit den Ehefrauen dabei“, erinnert er sich gerne.

Weil viele betriebliche Aufgaben heute von Lokführer*innen übernommen werden, fahren außer Fahrkartenkontrolleur*innen und Sicherheitspersonal nur noch wenige Zugbegleiter*innen mit. Deshalb sein Aufruf: „Einmal im Monat, jeden ersten Dienstag, treffen wir uns in den Bremme Stuben (Berliner Straße 1). Wer Interesse hat, soll uns gern dort besuchen. Es gibt immer viel zu erzählen“.

„WIR SITZEN ALLE IN EINEM BOOT."
– Werner Götte

„Mich hat es immer schon zum Wasser gezogen. Ich bin eine echte Wasserratte, liebe alles, was mit Wassersport zu tun hat. Ballsport ist gar nicht meins.“ Kein Wunder, dass Werner Götte sich schon als Kind am liebsten im Wasser getummelt hat: Schwimmen gelernt hat er in der Schwimmabteilung des Eisenbahner Sportvereins Wuppertal Ost 1926 e. V., kurz: ESV. Seit 2007 widmet er sich dort einer anderen Leidenschaft: dem Drachenbootrennen auf dem Beyenburger Stausee. Dort hat der ESV auch seinen Vereinsplatz, direkt neben dem Kanuverleih. Trainiert wird immer mittwochs, im Sommer auf dem Wasser, im Winter trocken in der Halle. Sonntags geht’s das ganze Jahr über raus auf den See.

„Im Sommer ist kurze Hose angesagt, im Winter ist man mit wasserfester Kleidung dicker angezogen – nur die Finger werden schon mal kalt“, lacht Werner Götte. Was er besonders am Drachenbootsport mag: Er bringt ganz unterschiedliche Menschen zusammen – „Wir sitzen alle in einem Boot“ lautet das Motto der Abteilung. Mindestens zehn Personen müssen sich in einem Boot gemeinsam ins Zeug legen. Aktuell machen beim ESV Menschen von 30 bis 70 Jahren mit. „Ein Sport, mit dem man alt werden kann“, freut sich Werner Götte. Weil während der Corona-Hochphase viele Jugendfreizeiten ausgefallen sind, ist der Jugendbereich leider etwas eingeschlafen. Werner Götte hofft aber, dass in diesem Sommer wieder einige Jugendliche für diesen tollen Sport gewonnen werden können. Am 25. März nahm er mit dem ESV am Großen Preis von Beyenburg teil – bei der Regatta gehen Großboote mit 20 Personen an den Start, erstmals war auch eine Damenklasse ausgeschrieben.

Ende des Jahres geht Werner Götte – er arbeitet bei der Verkehrsaufsicht für Bus und Bahn – in Pension. Sein Traum für die Zeit danach hat ausnahmsweise nichts mit Wasser zu tun: Im Eisen- bahnmuseum in Bochum-Dahlhausen möchte er ehrenamtlich Loks reparieren. Die enge Verbindung zur Eisenbahner-Welt ist Werner Götte gleichsam in die Wiege gelegt worden: Er ist in einer ebv-Wohnung aufgewachsen. Heute wohnt er selbst in einer ebv-Wohnung, und auch seinen Sohn hat es in ein ebv-Haus gezogen.
Mehr Infos unter esv-wuppertal-ost.de

Nachstehend unsere zwei Interviewpartner Hans-Günther Osterhues und Werner Götte.

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