Brandschutz, Klimaschutz & Wohnqualität

Erfolgreiche Sanierung in der Gersten- und Hopfenstraße

28. Juli 2025 –

Eine bislang einmalige Sanierungsmaßnahme hat die Eisenbahn-Bauverein Elberfeld eG (ebv) in diesem Jahr in einem Gebäude in der Gersten- und Hopfenstraße erfolgreich abschließen können. Einmalig deshalb, weil bisher noch nie eine energetische Sanierung in einem bewohnten Gebäude durchgeführt wurde. Lediglich eine Woh­nung stand leer und konnte als Baustellenbüro ge­nutzt werden.

Der ursprüngliche Auslöser für die Sanierung war eine Brand­schau der Feuer­wehr, welche die Notwen­digkeit hervorbrachte, für vier nicht über Leitern zu er­reichende Wohnungen einen zweiten Rettungs­weg mittels einer Anbautreppe herzustellen. Bei dieser Gelegenheit wurde be­schlossen, die Podeste der Rettungstreppe etwas größer zu gestal­ten, sodass die Woh­nungen ei­nen Balkon erhalten und dadurch immens aufgewertet werden. Für das Betreten der Balkone und der Ret­tungstreppe war die Vergrößerung der Fensteröffnung und der Einbau einer Balkontür erforderlich. Die bis dahin angedachte Maß­nahme bedeuteten somit bereits einen gro­ßen Eingriff in die Fassade. Im Sinne des Klimaschutzes stellt die ebv die Gebäude, in de­nen eine so um­fangreiche Baumaß­nahme ansteht, auf den energe­tischen Prüf­stand. Dieser Prüfung wurde dann auch die betroffene Im­mobilie unter­zogen und ergab eine ver­altete und nicht mehr effiziente Anlagen­technik mit hohem CO2-Auststoß, große Ener­gieverluste durch die ungedämmte Gebäudehülle und die dadurch schlechte Energie­effizienz­. Eine energetische Sanierung war so­mit mehr als sinnvoll, sodass beschlossen wurde, die Not zur Tugend zu machen: Das Gebäude sollte nicht nur an die aktuellen Brand­schutzvorgaben an­ge­passt, sondern zudem auch klimatech­nisch auf einen modernen Stand ge­bracht werden. Dar­über hin­aus kann durch eine derartige Sanierung auch noch eine Steigerung der Wohnqualität erreicht werden.

Ein Team aus Fachingenieur*innen und Archi­tekt*innen unterstützte die ebv daher bei der Planung und Durchführung folgender Maß­nahmen:

  • Sanierung der Fassade mit einem Wärmedämmverbundsystem
  • Teilweise Dämmung der UK-Kellerdecke
  • Dämmung der obersten Geschossdecke
  • Erneuerung der Haustüren
  • Erneuerung aller Fenster
  • Lüftungskonzept mit einem passiven Lüftungssystem über die Fenster
  • Umbau von Gas-Einzelthermen zu einer Zentralheizung in Form einer Hybridanlage (Gaszentralheizung im Keller und zwei Luftwärmepumpen auf dem Speicher)

Die meisten Wohnungen wurden bis zur energetischen Sanierung mit einer sogenannten Gaskombieinzeltherme versorgt, die sowohl für Warmwasser als auch für die Heizleistung verantwortlich und an einen der fünf Schornsteine angeschlossen war. Die Umrüstung von den Einzelthermen auf eine Zentralhybridheizung machte es erforderlich, den Gasanschluss jeder einzelnen Wohnung zurückzubauen und die Schornsteine bis zur Oberkante der obersten Geschossdecke (Speicher) abzubrechen. Die Thermen in den Wohnungen wurden an gleicher Stelle durch sogenannte Thermenersatzstationen ersetzt. Bis zur vollen Funktionstüchtigkeit der neuen Anlagentechnik erfolgte die Warmwasser­auf­bereitung über eine Mobile Versorgungsanlage. Die Heizungen wurden sukzessiv, strang­weise und somit nur mit ganz kurzer Unterbrechung an die neue Heizzentrale angeschlossen. Die Mieterschaft im Haus wurde frühzeitig durch schriftliche Mitteilungen aber auch eine Mieterversammlung vor dem Baubeginn in alle Planungen mit einbezogen und auch während der Maßnahme laufend infor­miert. Auch wenn die Wohnquali­tät während der Bauphase eingeschränkt war, gab es dank eines guten Mie­ter*innen-Managements kaum Probleme. Der übergeordnete Zweck war, durch die Maßnahmen CO2 zu sparen. Ob sich die energetische Sanierung auch positiv auf die Ver­bräuche der Nutzer*innen aus­wirkt, bleibt gerade mit Blick auf den bewegten Energie­kos­tenmarkt abzuwarten. Der gute Verlauf der Sanierungsmaßnahme ermutigt uns jedenfalls, auch weiterhin in den Klimaschutz zu investieren.

Öffnungszeiten
Montag 8.30 – 12.00 Uhr 13.00 – 15.30 Uhr
Dienstag 8.30 – 12.00 Uhr 13.00 – 15.30 Uhr
Mittwoch (nur nach Terminvereinbarung) 8.30 – 12.00 Uhr 13.00 – 17.00 Uhr
Donnerstag 8.30 – 12.00 Uhr 13.00 – 15.30 Uhr
Freitag 8.30 – 12.00 Uhr  

Telefon Zentrale 0202 / 7 39 41-0

Eisenbahn-Bauverein Elberfeld eG
Rottscheidter Straße 28, 42329 Wuppertal (Vohwinkel)